Reisebericht Peru
Colca Caņon

Colca Caņon Peru
Von Chivay aus besuchten wir auch den Nationalpark Colca Caņon, den angeblich größten bzw. tiefsten Caņon der Welt.
Man gelangt dort, wie fast überall in Peru, nur per Bus hin.

Condor im Colca Caņon
Eine sehr zeitige Anreise ist zu empfehlen, um dem größten Trubel zu entgehen. Im Caņon kann man die Condore bei
ihrem Flug bestaunen. An einem Aussichtspunkt sammelten sich dazu alle ankommenden Touris. Wir wanderten noch ein
Stückchen weiter und waren so bald ganz allein unterwegs. Auf dieser Wanderung sahen wir gleich mehrere Condore über
unseren Köpfen kreisen. Diese geierähnlichen Vögel sind übrigens die größten Vögel der Welt.
Cuzco

Plaza de Armas in Cuzco
Danach sind wir nach Cuzco gefahren, wo wir mehr oder weniger ungewollt drei Wochen verweilten. Da unser Plan, nach
Bolivien zu fahren, zunächst wegen der damaligen Aufstände dort nicht zu klappen schien, hatten wir uns entschlossen in Cuzco
einen zweiwöchigen Spanischkurs (bei Acupari, einer deutschen Sprachschule) zu machen. Das war sehr nett, die Klassen waren klein und da man auch ein Sprach-Tandem
zugeteilt bekam konnte man das Erlernte auch gleich praktisch ausprobieren.
Cusco hat etwa 350.000 Einwohner und ist für peruanische Verhältnisse ganz hübsch nur die Luft ist extrem verdreckt, was sich
durch die Höhe (über 3000 m) noch verstärkt und die Atemwege ziemlich belastet.
Für deutsche Verhältnisse ist Cusco zudem verdammt billig

Cuzco Stadtansicht
(Essen 1 Euro für ein dickes Menu, Hotel 5 Euro mit Frühstück für zwei Personen, Taxi 50-75 Cent, egal wohin).
Für Leute, die gern Party machen, bietet Cusco beste Möglichkeiten. Vor allem rund um den Plaza de Armas reihen sich zahlreiche Diskos
und Lokale, die um Besucher werben indem sie häufig Freigetränkgutscheine verteilen lassen. Eintritt zahlt man in der
Regel nicht. In und um Cuzco, das die ehemalige Incahauptstadt war, befinden sich auch eine ganze Menge Incaruinen, wovon wir uns unter einige angeschaut haben.
Maras, Maray & Pisac

agrarisches Versuchszentrum (?) bei Maras
Unsere Sprachschule hatte für uns einen Ausflug nach Maras und Maray organisiert. In einem kleinen Bus begaben wir uns zusammen
mit einem Guide auf diese Tour. In
Maras besuchten wir drei sehr große, mit Terrassen gestaltete Krater, die möglicherweise früher
ein agrarisches Versuchszentrum der Incas waren. Bei unserem Besuch war man grad intensiv mit deren Rekonstruktion beschäftigt.

Salzgewinnung bei Maray
Vermutlich erzeugten die Krater ein besonderes Mikroklima, wodurch es möglich war, die Wuchseigenschaften
von Pflanzen unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zu testen. Bei Maray erfuhren wir, wie man aus salzigem Quellwasser Salz gewinnt. Dies geschieht
ebenfalls in einer riesigen Terrassenanlage, die auch von den Inkas stammt. Doch auch heutzutage ist sie noch in Betrieb. Auf den einzelnen Parzellen der
Terrassen wird in bestimmten Rythmen Wasser verdunstet, dessen hoher Salzgehalt bedingt, dass nach einigen Tagen mehrere Kilo Salz abgebaut
werden können.

beeindruckende Inca-Mauer bei Pisac
Nach
Pisac begaben wir uns auf eigene Faust. In dem Städtchen, das man natürlich mit dem Bus von Cusco aus in einem
Tagesausflug erreicht, gibt es einen netten Wochenmarkt. Außerdem laden die nahen Ruinen zu einer längeren Wanderung ein.
Am interessantesten fand ich dort die in einer Felssteilwand eingebauten Gräber,
die aber schon vor langer Zeit aufgebrochen und geplündert worden waren. Beeindruckend war zudem die Baukunst der alten Inca,
die riesige Steine zu fast Fugenlosen Mauern auftürmen konnten.
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